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Besonderes Potenzial

Artikel aus WAZ Mülheim, 05.12.2008, Jennifer Sauer:

Das Centrum für Bürgerschaftliches Engagement und die OB ehrten 239 Mülheimer für ihren Einsatz für andere.

200 Jahre - 200 Menschen: Das war im Jubiläumsjahr das Motto der letzten Veranstaltung, zu der das CBE (Centrum für Bürgerlschaftliches Engagement) Freitag in die Stadthalle eingeladen hatte. Im Rahmen des bunten Festaktes ehrte OB Dagmar Mühlenfeld 239 ehrenamtliche Helfer aus Mülheimer Institutionen und überreichte ihnen die Landesehrenamtskarte.

»200 ist die magische Zahl des Jahres«, sagt CBE-Vorsitzender Lothar Fink, denn in diesem Jahr feierte die Stadt ihren 200. Geburtstag. 200 Ehrenamtliche sollten aus diesem Anlass offiziell geehrt werden. Das jedoch erwies sich als schwierig: Mülheimer Vereine, Verbände und soziale Institutionen waren vorab gebeten worden, besonders engagierte Freiwillige vorzuschlagen. Schließlich landeten 239 Anträge auf dem Schreibtisch der Jury. »Es war einfach unmöglich, den Einsatz der Menschen gegeneinander abzuwägen, die Liste zu reduzieren«, so die OB. Also beschloss die Jury alle 239 Vorgeschlagenen zu ehren. »Diese Zahl zeigt einfach, dass unsere Stadt enormes Potenzial hat«, ergänzt sie.

Zur Anerkennung erhielten alle freiwillig Engagierten gestern eine Urkunde und die Landesehrenamtskarte, die damit offiziell an den Start ging. Wer die gold-gelbe Plastikkarte besitzt, bekommt landesweit Rabatte bei etlichen kulturellen Veranstaltungen und beteiligten Dienstleistungsunternehmen. Weil diese Auszeichnung an jene geht, die mindestens fünf Stunden in der Woche ehrenamtlich engagiert sind, »hat sie höhere Kriterien als die bisherige kommunale Freiwilligen-Karte«, so Lothar Fink.

Wie es sich für eine richtige Veranstaltung für Ehrenamtliche gehört, wurde die Jubiläumsfeier von Freiwilligen getragen. Der Schülerchor, die Moderatorin und das Kabarettisten-Duo traten auf. Auch das Essen wurde gespendet, ein Kurzfilm freiwillig erarbeitet. »Das alles spiegelt die ganze Situation hervorragend wider«, meint Fink und fügt hinzu: »Was funktioniert schon ohne freiwillige Helfer?«