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Stadt Ochtrup: Für sie zählt das „Wir“

Empfang der Stadt für ehrenamtlich engagierte Ochtruper: Im Foyer der Stadthalle übergab Bürgermeister Kai Hutzenlaub (vorne rechts) die ersten Exemplare der Ehrenamtskarte.
Empfang der Stadt für ehrenamtlich engagierte Ochtruper: Im Foyer der Stadthalle übergab Bürgermeister Kai Hutzenlaub (vorne rechts) die ersten Exemplare der Ehrenamtskarte.
Foto: (Irmgard Tappe)

Was wäre die Gesellschaft ohne ehrenamtliches Engagement ihrer Mitglieder? Auch in Ochtrup bringen sich viele Bürger unentgeltlich in das Leben vor Ort ein. Sie spenden ihren Mitmenschen Zeit und Zuwendung. Um diesen Einsatz zu würdigen, hat das Land Nordrhein-Westfalen jetzt die Ehrenamtskarte eingeführt. Zahlreiche ehrenamtlich engagierte Ochtruper nahmen am Sonntagnachmittag im Foyer der Stadthalle die ersten Karten entgegen.

„Stellvertretend für viele weitere ehrenamtlich Tätige in Ochtrup sage ich Ihnen Danke für Ihr vielfältiges Engagement“, begrüßte Bürgermeister Kai Hutzenlaub die Anwesenden bei Kaffee, Kuchen, Schnittchen und Musik der Stadtkapelle.

Aus dem gesamten Spektrum ehrenamtlicher Arbeit waren Vertreter zu diesem Empfang gekommen. Die einen engagieren sich in Sportvereinen, in der Jugend- oder Seniorenarbeit; andere helfen Menschen in besonderen Situationen, zum Beispiel im Hospizverein oder bei der Ochtruper Tafel. Ebenso waren Vertreter da, die das örtliche Kulturgut bewahren. Dazu zählen unter anderem kirchliche Organisationen, landwirtschaftliche Vereine, Heimatverein, Büchereien, Karnevalsvereine, Musikgruppen, Chöre und andere Gruppierungen.

All diesen Leuten zollte der Bürgermeister Respekt und Anerkennung. Ehrenamtliche bilden seiner Meinung nach ein Rückgrat der Gesellschaft, denn sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Sozialprodukt. Auch wenn das nicht immer sichtbar sei. „Durch Ihr Engagement machen Sie unsere Gesellschaft menschlicher. Denn Sie unterscheiden sich von der Masse, weil Sie nicht nur Ihre Rechte betonen, sondern ein Gewissen für das Ganze in den Vordergrund stellen“, richtete Hutzenlaub das Wort an die Anwesenden. Es freute ihn besonders, dass viele junge Menschen unter den Anwesenden waren. Das sei ein Beweis, dass ehrenamtlicher Einsatz nichts Antiquiertes ist. Menschen, die zum Geben bereit seien, hätten nicht nur das „Ich“, sondern auch das „Wir“ im Blick.

Ein Riegel Danke-Schön-Schokolade schmückte den schlichten, braunen Briefumschlag, in dem die persönliche Ehrenamtskarte steckte. Mit ihr gibt es in ganz Nordrhein-Westfalen Vergünstigungen in vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen.

Auch verschiedene Ochtruper Firmen und Einrichtungen bieten Karteninhabern Ermäßigungen. Bis jetzt beteiligen sich: DEKV-Versicherungen, Gaststätte Sandmann, Markt-Apotheke, Fahrschule Krassowski, Schuhhaus Kriens, Friseur Hair Fashion, Physiotherapie Wesseling, Gästehaus Chalet, Café Laurenz, Fitnessstudio Aktiv-Park, Eiscafé Venezia, Zweirad Scheipers, Töpferei Eiling, Volksbank Ochtrup, Verbund-Sparkasse Emsdetten/Ochtrup, Bücherei St. Lamberti, Bürgerbus, Volkshochschule, Freibad, städtische Kulturveranstaltungen.


Stadt Ochtrup vergoldet Engagement

Bürgermeister Kai Hutzenlaub (l.) und Catrin Boss haben den Vertrag zur Ehrenamtskarte unterzeichnet.
Kai Hutzenlaub (l.) und Catrin
Boss haben den Vertrag zur Ehrenamtskarte unterzeichnet.
Zuständig ist fortan Heiner Stücker
vom Ordnungsamt.
Foto:(Katharina Fiegl)

Am 22. September 2011 unterzeichneten der Bürgermeister der Stadt Ochtrup Kai Hutzenlaub und Catrin Boss vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW gemeinsam die Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte NRW in Ochtrup. Diese wird dann zum Jahreswechsel eingeführt, eine Anerkennung für all jene, die sich für die Gemeinschaft engagieren. Bereits 121 nordrhein-westfälische Kommunen beteiligen sich am Projekt „Ehrenamtskarte“.

Die Stadt wird die Karte nicht nur an Ochtruper vergeben, die sich an ihrem Wohnort oder außerhalb engagieren: Auch diejenigen Auswärtigen, die in Ochtrup ein Ehrenamt bekleiden, werden berücksichtigt. Sie erhalten drei Jahre lang Vergünstigungen bei Institutionen, die von der Stadt angeworben worden sind. Meist handle es sich um Rabatte oder um Zwei-für-eins-Aktionen, sagt Catrin Boss.

Die Stadt hat bereits bei potenziellen Partnern vorgefühlt, um eine mögliche Resonanz abschätzen zu können. „Aber eher zufällig, nicht systematisch“, sagt Hutzenlaub. Konkret informiert würden mögliche Mitwirkende in den kommenden Monaten - genauso wie die über 250 Ochtruper Vereine. Letztere erhalten zudem Anträge für die Karte, die Engagierte aber auch übers Internet werden herunterladen können.

Die Karten könnten erstmalig im Rahmen einer Feierstunde, später dann beim „Tag des Ehrenamtes“ überreicht werden, sagt Hutzenlaub. Bei denjenigen, die Veranstaltungen dieser Art scheuen, käme er aber auch gern auf einen Kaffee vorbei.

Wer Vorschläge rund um die Einführung der Ehrenamtskarte machen möchte, kann sich an Heiner Stücker aus dem Ordnungsamt wenden:

Telefon: 0 25 53 / 7 31 85, E-Mail: heiner.­stuecker@ochtrup.de.

Artikel zur Unterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Ochtrup:

Tageblatt für den Kreis Steinfurt vom 22.09.2011

Artikel aus dem ageblatt für den Kreis Steinfurt vom 22.09.2011 zur Unterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Ochtrup