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Pressemeldung der Stadt Rietberg

Rietberg überreicht erste Ehrenamtskarte

Foto von links: Klaus Bösche (Ministerium), Heike Pauleikhoff (Bürgerstiftung), Bärbel Junge, Bürgermeister André Kuper, Bernhard Altehülshorst (Bürgerstiftung).
Foto von links: Klaus Bösche (Ministerium), Heike Pauleikhoff (Bürgerstiftung), Bärbel Junge, Bürgermeister André Kuper, Bernhard Altehülshorst (Bürgerstiftung). Urheberrechte für das Bild: Stadt Rietberg

Die Mastholterin Bärbel Junge ist Inhaberin der ersten Rietberger Ehrenamtskarte. Im Rahmen eines kleinen Empfanges überreichten Bürgermeister André Kuper und Klaus Bösche, Leiter der Abteilung Familie, Landeszentrale für politische Bildung, Stiftungen und Gesellschaften im Landesfamilienministerium der engagierten Lesepatin die Karte, die allerhand Vergünstigungen ermöglicht. Nicht nur auf kommunaler Ebene.

"Die Ehrenamtskarte NRW gilt schon übergreifend in 110 Kommunen, inklusive fünf Landkreisen und dem Landschaftsverband Rheinland", so Klaus Bösche. "Somit können Rietberger bei Besuchen in anderen an der Aktion beteiligten Orten mit ihrer hiesigen Karte ebenfalls Rabatte, Ermäßigungen, günstigere Eintrittspreise und vieles mehr bekommen. Und umgekehrt gilt das natürlich auch."

2008 habe das Land diese Initiative gestartet und schnell sehr viel positive Resonanz gefunden. "Ehrenamt ist Ehrensache, das beinhaltet wie wichtig das Ehrenamt für unsere Gesellschaft ist und es zeigt, Ehrenamtler werden von allen Seiten geschätzt", betonte Bösche. Mittlerweile seien NRW-weit rund 11.600 Karten ausgegeben worden. Rietberg als neue Kommune im Mitgliederkreis nehme eine besondere Stellung ein: "Ich bin beeindruckt auf wie viel Resonanz das Anliegen hier gestoßen ist. Die große Zahl der Unterstützer auch aus Reihen der heimischen Wirtschaft und Gastronomie erscheint mir bemerkenswert. So etwas ist nicht überall selbstverständlich."

So gelte der ausdrückliche Dank allen, die mit dazu beitragen, das Ehrenamt in solcher Weise zu fördern und anzuerkennen. "Wir haben hier in Rietberg sicher ein besonderes Modell, bei uns hat die Bürgerstiftung die Verantwortung für die Ehrenamtskarte übernommen", erklärte André Kuper dem Gast aus Düsseldorf. Finanziell wie auch in der Logistik betreue die Stiftung die Aktion. "Wir machen das gerne, gehört doch die Förderung aller, die sich unentgeltlich für die Mitmenschen engagieren und das in einem hohen zeitlichen Maße, zu unseren Aufgaben", betonte Bernhard Altehülshorst im Namen der Rietberger Bürgerstiftung.

Kuper nannte die Karte eine "tolle Initiative des Landes, die sicher mit dazu beiträgt, weitere Aktive zu gewinnen, die sich auf verschiedensten Ebenen für andere einsetzen." Er hoffe, dass sich in der Emskommune auch all jene melden würden, die die Kriterien zur Erlangung der Ehrenamtskarte erfüllen. Gerade in Rietberg gebe es die ausdrückliche Würdigung des Ehrenamtes auch auf andere Weise, so etwa durch die regelmäßigen Empfänge des Bürgermeisters unter unterschiedlichen Themenaspekten. Unter anderem seien pflegende Angehörige, Hilfskräfte des Rettungswesens oder auch die vielen Helfer der Landesgartenschau 2008 auf diese Weise belobigt worden.

"Man tut das alles nicht unter finanziellen Aspekten", erklärte Bärbel Junge im Rahmen des Empfanges zur Ausgabe der ersten Ehrenamtskarte. Sie habe mit Beginn des Vorruhestandes nach einem sinnvollen Beschäftigungsfeld gesucht und sich schnell für die Lesepatenschaft entschieden. In der katholischen Kindertageseinrichtung in Mastholte-Süd fühlt sie sich nicht nur rundum wohl, sie wird dort auch richtig gebraucht und gern gesehen und oft zur Unterstützung bei vielfältigen Aktionen beteiligt.

"Mit Kindern ist es immer lebendig, jeder Tag aufs Neue ist spannend. Mir bereitet das richtiges Vergnügen", so die Mastholterin. Bei den Dreijährigen seien die Gruppen zwischen 5 und 7 Kindern groß, es gehe nicht nur ums pure Vorlesen, sondern um Interaktion, in der die Mädchen und Jungen immer wieder zeigten, wie aufmerksam sie die Texte verfolgen. "Es wird doch noch in erstaunlich vielen Familien auch zu Hause vorgelesen und wenn ich dann in dem einen oder anderen Text einen kleinen erzählenden Schlenker einbaue, dann machen mich die Kinder aufmerksam ? im Buch steht aber etwas anderes", schmunzelt Bärbel Junge. Informationen über die Karte, die Modalitäten und die Vergünstigungen gibt es auf den Seiten der Bürgerstiftung unter www.rietberg.de Das Land habe im Sommer vergangenen Jahres eine Befragung unter Karteninhabern durchgeführt, dabei hätten sich 95 Prozent positiv bis sehr positiv über die Aktion geäußert. "Größtenteils nutzen die Aktiven die Karte für sich selbst und im eigenen Ort, nur 10 Prozent setzten sie bisher landesweit ein. Rund 40 Prozent", so Bösche, nähmen Vergünstigungen zusammen mit Familienangehörigen in Anspruch. In Rietberg unterstützen Einzelhandelsbetriebe, Gaststätten, der Gartenschaupark, der Kulturig e.V., die Kommune mit ihren öffentlichen Einrichtungen und weitere Institutionen mehr die Ehrenamtskarte, eine komplette Liste aller Beteiligten findet sich ebenfalls unter www.rietberg.de.