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Tag des Ehrenamts 2017: Podiumsdiskussion zum Thema „Flüchtlinge im Ehrenamt" in Herne

Podiumsdiskussion zum Tag des Ehrenamts 2017 in Herne - Fotos: Thomas Schmidt/Stadt Herne
Fotos: Thomas Schmidt/Stadt Herne

„Das Ehrenamt hat mir sehr viel gebracht"

Dass Herne eine Stadt ist, in der viele Menschen ehrenamtlich tätig sind, ist bekannt. Nicht so bekannt ist allerdings die Tatsache, dass sich auch immer mehr Flüchtlinge ehrenamtlich engagieren. Um dieses Thema näher zu beleuchten, hatte das Ehrenamtsbüro der Stadt Herne unter dem Titel „Flüchtlinge im Ehrenamt" zu einer Podiumsdiskussion eingeladen.

„Dass Geflüchtete die Kraft haben, anderen zu helfen, das beeindruckt und das macht Mut", betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda zum Tag des Ehrenamtes vor rund 70 Gästen im Stadtteilzentrum Pluto. Zu Beginn ließ Moderatorin Susanne Schübel noch einmal das Jahr 2015 Revue passieren, „als viele Menschen in Herne sich auf den Weg gemacht haben, um zu helfen. Doch jetzt sind wir aufgerufen, dass aus dem Willkommen ein Ankommen wird." Wie so ein Ankommen ansehen kann, beschrieb Huda Al Hussari eindrucksvoll. Sie arbeitet seit August an der Ruhr-Universität Bochum als Dozentin, dabei ist sie gerade einmal zwei Jahre in Deutschland, spricht die Sprache aber fast perfekt.

„Sprache ist der Schlüssel für alles"

„Das Ehrenamt hat mir sehr viel gebracht. Ich bin aufgenommen worden, ich bin akzeptiert. Das hat für mich eine große Bedeutung. Außerdem habe ich so viele Menschen kennen gelernt. Wenn ich durch Herne gehe, heißt es oft, hallo, wie geht es dir. Das ist ein großartiges Gefühl." Die Frau aus Syrien hat sich bereits ehrenamtlich bei der Caritas engagiert. Auch beim Netzwerk Neubeginn.Ruhr und in einer Projektgruppe der Stadt Herne ist sie aktiv. Viel Freizeit investierte auch Mahmoud Yousef. Der Apotheker aus Syrien unterstützt seine Landsleute oft als Dolmetscher. „Die Deutschen haben viel gegeben, ich möchte etwas zurückgeben", erklärt Yousef mit Blick auf das Ehrenamt. Er motiviert seine Landsleute, die Sprache zu lernen. „Sprache ist der Schlüssel für alles, nur so bekommt man Kontakte zu den Menschen in Herne." Das Ehrenamt kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten, Huda Al Hussari und Mahmoud Yousef haben das selber erlebt.

Podiumsdiskussion zum Tag des Ehrenamts 2017 in Herne - Fotos: Thomas Schmidt/Stadt Herne
Fotos: Thomas Schmidt/Stadt Herne

Gerne würden sie noch weitere Geflüchtete im ehrenamtlichen Engagement sehen. Doch das ist gar nicht so einfach, wie auch Jurina Urban zu berichten weiß. Die Mitarbeiterin des DRK koordiniert das Projekt "Wir lernen voneinander - Flüchtlinge im Ehrenamt". „Wir haben eine Warteliste – also mehr Kandidaten, die ehrenamtlich tätig sein möchten als offene Stellen bei den Organisationen und Vereinen." Jurina Urban rührte kräftig die Werbetrommel, um weitere Stellen zu akquirieren. „Und wo genau könnte es diese Stellen geben?", wollte es Moderatorin Susanne Schübel genau wissen. „Es gibt viele Möglichkeiten, zum Beispiel beim DRK-Blutspenden, im Katastrophenschutz, bei der Seniorenbetreuung oder im Sportverein. Und genau hier liegt meine Aufgabe. Ich muss das Engagement der Geflüchteten mit den Vereinen zusammen zu bringen. Wir möchten, dass sie ehrenamtlich aktiv werden, ihre Ressourcen wiederentdecken und wieder aktiv werden", berichtet Jurina Urban. Umso mehr freut sie sich darüber, dass es Menschen gibt wie Aimo Glaser.

THW mit gutem Beispiel

Der Ortsbeauftragte des THW Wanne-Eickel war sofort zur Stelle, als es hieß, Flüchtlingen ein Angebot für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu verschaffen. „Zurzeit haben wir vier Flüchtlinge bei uns. Mit ihnen haben wir auch sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie haben inzwischen gute Fortschritte gemacht, auch sprachlich." Die Kommunikation ist auch für Glaser entscheidend: „Es gibt Geflüchtete, die in zwei Jahren sehr gut deutsch sprechen. Aber es gibt auch Geflüchtete, die nach zwei Jahren kaum deutsch sprechen. Das ist dann natürlich schwierig." Doch der THW-Fachmann hat auch einen Tipp parat für Organisationen oder Vereine, die planen, Neuzugewanderte eine Stelle anzubieten. „Man muss das Herzblut der eigenen Kolleginnen und Kollegen wecken. Und zwar schon im Vorfeld und nicht erst, wenn die Geflüchteten da sind. Wir sind auf jeden Fall bereit, weitere Neuzuwanderte aufzunehmen."

Hier finden Sie die Presseinformation der Stadt Herne zur Podiumsdiskussion: Presseinformation der Stadt Herne (pdf)


Neue Voraussetzungen für Ehrenamtskarten in Herne

Bürgermeister Erich Leichner (mit Karte) und sechs ehrenamtliche Mitarbeiter vor dem Zeppelin-Zentrum
Bürgermeister Erich Leichner (mit Karte) und sechs ehrenamtliche Mitarbeiter vor dem Zeppelin-Zentrum

Mit der Ehrenamtskarte genießen Herner Bürgerinnen und Bürger einige Vergünstigungen im Stadtgebiet und in ganz Nordrhein-Westfalen. Bereits seit Jahren gibt es diese Anerkennung für ehrenamtliche Helfer. Nun hat sich eine Voraussetzung geändert.

Im Februar 2017 haben sechs ehrenamtliche Mitarbeiter des Zeppelin-Zentrums an der Zeppelinstraße ihre Karten bekommen. Bürgermeister Erich Leichner, der selbst an der Gründung des Zeppelin-Zentrums beteiligt war, übergab die Karten gemeinsam mit Christine Strehl vom Ehrenamtsbüro der Stadt Herne. Petra Marx, Christel Besser, Anette Niebecker, Gisela Uzarski, Christian Glasner und Detlef Oppelt haben sie in der Beratungsstelle für Arbeitslose entgegengenommen und freuten sich über die Anerkennung für ihre geleistete Arbeit. Sie gehören zu den ersten, die die Karte nach einem Jahr ehrenamtlicher Tätigkeit bekommen konnten. „Bis Januar 2017 mussten Ehrenamtliche zwei Jahre tätig sein, um die Karte zu erhalten. Jetzt reicht ein Jahr“, erklärte Strehl vor Ort. Dass viele der Ehrenamtlichen schon deutlich länger als ein Jahr engagiert sind, spielt dabei keine Rolle.

Knapp 20 Menschen sind im Zeppelin-Zentrum regelmäßig ehrenamtlich tätig. Sie kümmern sich um die Kleiderkammer, sorgen für Mittagessen oder organisieren Cafés. „Wir sind hier wie eine große Familie. Ich bin sehr dankbar für die ehrenamtliche Arbeit, die hier geleistet wird“, erklärte Dagmar Spangenberg-Mades, die die Beratungsstelle und das Zentrum leitet. „Ehrenamt lohnt sich. Vielleicht kann die Karte ein Ansporn sein für die Leute, die noch keine haben“, sagte Erich Leichner bevor er die sechs Karten verteilte. Denn durch die verkürzte Zeit, die Menschen im Ehrenamt tätig sein müssen, um die Karte zu bekommen, haben jetzt noch mehr Bürger den Anspruch.

Die Voraussetzungen für die Ehrenamtskarte zusammengefasst:

  • Es müssen mindestens fünf Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Woche oder 250 Stunden im Jahr geleistet werden.
  • Antragsteller/in muss mindestens 16 Jahre alt sein.
  • Antragsteller/in sind seit mindestens einem Jahr für das Gemeinwohl in einer oder mehreren Organisationen in Herne tätig.
  • Es wird keine Aufwandsentschädigung für die Tätigkeit gezahlt.

Mehr als 30 Herner Unternehmen bieten den Inhabern von Ehrenamtskarten Vergünstigungen. Darunter sind beispielsweise das Wananas, die Stadt-Parfümerie Pieper oder die Filmwelt Herne.

Wer eine Ehrenamtskarte beantragen möchte, kann sich im Ehrenamtsbüro der Stadt Herne melden:
Telefon 0 23 23 / 16 25 95, ehrenamt@herne.de.

Presseinformation zur Übergabe der Ehrenamtskarten an Mitarbeiter des Zeppelin-Zentrums in Herne: www.herne.de


Tag des Ehrenamtes 2015 in Herne

Oberbürgermeister Frank Dudda (m.) und weitere Vertreter von Stadt und Landesmuseum ehrten langjährige Ehrenamtler.
Oberbürgermeister Frank Dudda (m.) und weitere Vertreter von Stadt und Landesmuseum ehrten langjährige Ehrenamtler.

Die diesjährige Veranstaltung zum Tag des Ehrenamtes fand am 7. Dezember im Herner Rathaus statt. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda hat 16 Ehrenamtler eingeladen, die seit Einführung der Ehrenamtskarte in Herne im Sommer 2009 bis zum heutigen Tage Inhaberinnen und Inhaber der Karte sind. „Was Sie leisten, ist nicht selbstverständlich.“ betonte der OB in seiner Rede.

Auch der Förderverein des LWL-Museum für Archäologie, vertreten durch Frau Pingel und Herrn Paul, hat seine Wertschätzung für dieses langjährige Engagement durch ein Präsent zum Ausdruck gebracht.

Geehrt wurden:

  • Ursula Bock-Zange (Oase Kinder-Mittagstisch)
  • Sigrid Droste (Rheuma-Liga)
  • Eleonore Glock (Lukas-Hospiz)
  • Maria Grundmann (Gemeinde + Caritas)
  • Bernd Hasler (Sportgemeinschaft Friedrich der Große)
  • Annelie Holluber (Lukas-Hospiz)
  • Hans Peter Karpinski (Stadtsportbund)
  • Christa Kleversaat (Lukas-Hospiz)
  • Jürgen Kraus (Technisches Hilfswerk)
  • Annette Kröger (Oase Kinder-Mittagstisch)
  • Marlies Kunanz (Unicef + Weltladen Esperanza)
  • Irmgard Lott (Oase Kinder-Mittagstisch)
  • Gabriele Lutomski (Sportgemeinschaft Friedrich der Große)
  • Christa Menne (Gemeinde + Caritas)
  • Rainer Schulten (Freiwillige Feuerwehr)
  • Jan Alexander Wiersbitzki (Technisches Hilfswerk )

Hier finden Sie Presseartikel zum Tag des Ehrenamts 2015 in Herne:
Presseartikel zum Tag des Ehrenamts 2015 in der WAZ vom 9.12.2015 (pdf)


1000. Ehrenamtskarte NRW in Herne

(v.l.n.r.) OB Horst Schiereck, Thomas Schäfer und Werner Fischer mit der Ehrenamtskarte NRW. Foto: Stadt Herne
(v.l.n.r.) OB Horst Schiereck, Thomas Schäfer und Werner Fischer mit der Ehrenamtskarte NRW. Foto: Stadt Herne

Im 5. Jahr der Ausgabe der Ehrenamtskarte NRW in Herne konnte Herr Oberbürgermeister Schiereck die 1000. und 1001. Karte überreichen. Die Übergabe erfolgte am 30. August 2014 bei der Eröffnung des 10. Herner Kanalfestes. Empfänger dieser Karten waren Thomas Schäfer und Werner Fischer. Beide sind Gründungsmitglieder des Förderwerkes Bickern/ Unser Fritz e.V. und maßgeblich für die Weiterführung des alljährlichen Kanalfestes verantwortlich. Ohne den ehrenamtlichen Einsatz des Vereines wäre die Fortführung des Kanalfestes fraglich gewesen.

Werner Fischer ist nicht nur beim Förderwerk aktiv, sondern auch beim Schachverein Unser Fritz 1955 e.V. Der Vater zweier erwachsener Töchter bezeichnet sich selbst als „aktiven Ruheständler“.

Thomas Schäfer ist neben seiner Vollzeitberufstätigkeit an einer Schule Vorsitzender des Förderwerkes Bickern/ Unser Fritz e.V., das auch eine wichtige Funktion für den Stadtteil hat.


600. Ehrenamtskarte überreicht

OB Horst Schiereck überreicht Christel Klatt die Ehrenamtskarte. Foto: Stadt Herne
OB Horst Schiereck überreicht Christel Klatt die Ehrenamtskarte
Foto: Stadt Herne

Oberbürgermeister Horst Schiereck hat am Mittwoch, 6. März 2013, die 600. Ehrenamtskarte NRW in Herne übereicht. Erhalten hat sie Christel Klatt, 2. Vorsitzende der Herner-Sport-Taucher. In dieser Funktion engagiert sie sich stark für den Verein, der unter anderem 50 Jugendliche mit dem Sporttauchen vertraut macht. Im Gespräch mit dem OB berichtete Klatt, über ihre eigene Tauchleidenschaft. „In der Tiefe wie schwerelos die Umgebung zu betrachten, ist ein tolles Gefühl.“ Demnächst wird sie dem Hobby bei einer Reise in Indonesien nachgehen. „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich die Ehrenamtskarte übergeben darf und so den bürgerschaftlichen Einsatz würdigen kann“, sagte der OB. Seit 2009 wird in Herne die Ehrenamtskarte vergeben. Inhaber erhalten mit ihr kleine Vergünstigen als Dankeschön für ihr bürgerschaftliches Engagement.



500. Ehrenamtskarte in Herne

Oberbürgermeister Schiereck vergibt die 500. Ehrenamtskarte in Herne

Seit Juni 2009 wird die Ehrenamtskarte NRW in Herne ausgestellt. Mit dieser Karte bedankt sich die Stadt Herne bei besonders engagierten ehrenamtlich tätigen Menschen.

Im Juni 2012 konnte die 500. Herner Karte ausgehändigt werden. Empfängerin dieser Karte war Frau Regina Sindermann, die erstmalig eine Ehrenamtskarte beantragt hat und seit 2 Jahren bei der Katholischen Frauengemeinschaft im Besuchsdienst und anderen Bereichen tätig ist. Die Verleihung der Karte durch Herrn Oberbürgermeister Schiereck erfolgte bei der Eröffnung des Kongresses ID 55 am 2. Juni 2012 im Herner Kulturzentrum.