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Presseartikel:

95 Mal ein dickes "Dankeschön" - Ehrenamtskarte in Hörstel eingeführt

David Ostholthoff, Vorsitzender des Sport- und Jugendausschusses (2.v.r.), sowie Karin Kastner vom Schulverwaltungsamt (r.) händigen die Ehrenamtskarte aus.
David Ostholthoff, Vorsitzender des Sport- und Jugendausschusses (2.v.r.), sowie Karin Kastner vom Schulverwaltungsamt (r.) händigten die Ehrenamtskarte aus. Auf dem Foto sind Vertreter der Pfadfinderschaft der evangelischen Kirchengemeinde zu sehen.
Foto: Stephan Beermann

Ohne das Ehrenamt und ohne das unentgeltliche Engagement vieler freiwilliger Helfer wäre das Leben in der Stadt um vieles ärmer. Dies hob Bürgermeister Heinz Hüppe am 05.12.2011 in seiner Laudatio anlässlich der Ausgabe der NRW-Ehrenamtskarte hervor.

Erstmals erhalten 95 Bürgerinnen und Bürger jeden Alters - vom Jugendlichen bis zum Senior - die "goldene" Karte. Die Karte gewährt ihnen landesweit Ermäßigungen und Nachlässe bei teilnehmenden Firmen und Institutionen.

Das Erreichte messe sich nicht am Geld, sagte Hüppe. Im Ehrenamt gelte eine andere Währung: Es gehe um Zeit und um ganz persönlichen Einsatz für Kinder und Jugendliche, für alte und kranke Menschen, für Natur und Umwelt, für Kultur, Sport und Politik. "Bürgerschaftliches Engagement zahlt sich aus. Und zwar in jeder Beziehung. Es nützt der Gesellschaft; es nützt den Menschen, denen es gilt; und es nützt den ehrenamtlich Tätigen selbst, wie Sie, liebe Ehrenamtler, sicher gern bestätigen."

Den Anstoß, die Ehrenamtskarte auch in Hörstel einzuführen, gab die St.-Reinhildis-Gemeinde, genauer gesagt die katholische Pfadfinderschaft aus Hörstel, berichtete Hüppe. Bei einem Besuch im Rheiner Freibad sei Markus Mergenschröer darauf angesprochen worden, dass das Freibad so wie viele weitere Einrichtungen und Geschäfte Ehrenamtlichen ermäßigten Eintritt einräume.

Wie tief das Ehrenamt im gesellschaftlichen Leben der Stadt verwurzelt ist, zeigt die lange Liste der beteiligten Vereine und Verbände: kfd, DRK, VdK, Heimatverein, Landfrauen, Sportvereine und viele mehr waren Montag bei der Preisverleihung vertreten.

Einige konnten an diesem Abend die Karte nicht persönlich entgegennehmen - weil sie gerade wieder ehrenamtlich im Einsatz waren. Andere wiederum, auch darauf wies der Bürgermeister ausdrücklich hin, haben die Ehrenamtskarte nicht beantragt, obwohl sie berechtigt wären. Es gebe viele Menschen in der Stadt, die ihren Dienst am Mitmenschen leisten, die Karte aber nicht beantragen, sagte Hüppe.

David Ostholthoff, Vorsitzender des Jugend- und Sportausschusses, und Karin Kastner vom Schulverwaltungsamt händigten die Ehrenamtskarten an die Ehrengäste des Abends aus.

Einen kurzen, aber wunderschönen musikalischen Beitrag leisteten Heike Berlage (Gesang) und Dr. Stephan Engelbert (Klavier). Der Bürgermeister vergaß auch nicht, die Sponsoren zu nennen. Neben der Stadtverwaltung gewähren 24 Unterstützer den Ehrenamtlichen besondere Preisnachlässe.

Ehrenamtskarten können beantragt werden. Weitere Infos gibt es unter www.hoerstel.de oder unter www.ehrensache.nrw.de


Presseartikel:

Anerkennung und Rabatt fürs Ehrenamt

David Ostholthoff, Karin Kastner, Wemer Lehmann, Heinz
Hüppe und Petra Zwickert
Die Einführung der Ehrenamtskarte in der Stadt Hörstel ist ab sofort beschlossene Sache: Im Beisein von David Ostholthoff (Ausschussvorsitzender), Karin Kastner und Werner Lehmann (Schulamt. hinten, v.l.) unterzeichneten Bürgermeister Heinz Hüppe und Petra Zwickert (vorn) eine entsprechende Vereinbarung.
Foto: Stephan Beermann

Die katholische Kirchengemeinde hat sie vorgeschlagen und der Rat hat sie einstimmig beschlossen: In dieser Woche unterzeichneten Bürgermeister Heinz Hüppe und Petra Zwickert, Mitarbeiterin des Referats Bürgerschaftliches Engagement im Landesministerium für Familie, Kultur und Sport eine "Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte". Damit reiht sich Hörstel in die Schar der Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen ein, die besonders engagierten Bürgern eine Ehrenamtskarte aushändigen. Die ersten Karten will die Stadt Hörstel am 5. Dezember, dem "Tag des Ehrenamts", ausgeben.

Inhaber einer Ehrenamtskarte, die eine Gültigkeit von zwei Jahren haben, dürfen sich seit 2009 landesweit über zahlreiche Vergünstigungen freuen: in Museen, Schwimmbädern, bei kulturellen Veranstaltungen und vielem mehr. Es machen auch viele Einzelhandelsgeschäfte und Firmen bei der Aktion mit. Ein Aufkleber im Eingangsbereich macht deutlich, wer das Ehrenamt besonders schätzt und zum Beispiel mit Rabatten etc. unterstützt. Bislang wurden 10 000 Ehrenamtskarten ausgegeben; landesweit gibt es für sie 1500 Vergünstigungen.

"In Sport, Schützenwesen oder Schulen wäre ohne das Ehrenamt vieles nicht denkbar", sagte Zwickert vor der Unterzeichnung im Riesenbecker Rathaus. Das Ehrenamt sei für die Lebensqualität der Menschen ganz wichtig. Aufgabe des Staates sei es, das Engagement zu unterstützen und die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Dies wiederum gehe nur in Kooperation mit den Kommunen und Kreisen. Missverständnissen vorbeugend betonte Zwickert, dass es bei der Ehrenamtskarte nicht um eine Bezahlung gehe, sondern um Anerkennung und Wertschätzung: "Wir wollen Dankeschön sagen für alle, die Zeit und Geld zum Wohle anderer investieren."

Eine Ehrenamtskarte soll denen vorbehalten bleiben, die sich mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden pro Jahr unentgeltlich und uneigennützig im Verein für das Wohl anderer einsetzen, erläuterte der Vorsitzende des Hörsteler Jugendausschusses, David Ostholthoff: "Das ist schon eine große Hürde. Die Vereine sind gehalten, engagierte Mitglieder vorzuschlagen und der Stadtverwaltung mitzuteilen, sagte Werner Lehmann, Leiter des Schulverwaltungsamts. Die Zahl der Berechtigten in der Stadt Hörstel schätzt Petra Zwickert auf rund hundert.

Die Stadt werde die Aktion unterstützen, habe selber aber nur wenige Möglichkeiten, Vergünstigungen zu geben, meinte Bürgermeister Heinz Hüppe. Möglichkeiten sehe er im Hallenbad oder bei Parkgebühren am Torfmoorsee. Auf Nachfrage sagte der Gast aus der Landeshauptstadt: Viele Vergünstigungen seien denkbar, "aber keine Steuervergünstigungen." Ob ein Ehrenamtlicher die Anforderungen nun tatsächlich erfülle, werde nicht im Detail geprüft. Letztlich sei die Ehrenamtskarte ein Vertrauensprojekt.