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Empfang der Stadt Krefeld für Inhaberinnen und Inhaber der Ehrenamtskarte

Von links nach rechts: Heinz-Gerd Stroecks (Sparda-Bank West), Hans-Dieter Schreer (Freiwilligenzentrum Krefeld) und OB Frank Meyer.
Von links nach rechts: Heinz-Gerd Stroecks (Sparda-Bank West), Hans-Dieter Schreer (Freiwilligenzentrum Krefeld) und OB Frank Meyer.

Die Stadt Krefeld hat am 12. Oktober 2017 alle bisherigen Inhaberinnen und Inhaber der Ehrenamtskarte NRW ins Foyer des Rathauses eingeladen. „Ich möchte von vornherein den Eindruck vermeiden, dass wir mit dem Start der Karte das Thema Anerkennung des Ehrenamtes abgehakt und mit dem Stempel ‚Erledigt‘ versehen hätten“, erklärte Oberbürgermeister Frank Meyer. „Ich möchte Ihnen meine Wertschätzung für Ihre Arbeit weiterhin auch ganz persönlich aussprechen.“

So betonte der Oberbürgermeister vor mehr als 200 Gästen die Bedeutung des freiwilligen Engagements in fast allen Bereichen der Stadtgesellschaft. Wer ehrenamtlich tätig ist, sei „Teil einer Bewegung, die daran arbeitet, Krefeld Tag für Tag ein Stück besser zu machen“. Besonders beeindruckend sei die Vielfalt der Themen und Bereiche im Ehrenamt – von Sport und Kultur über das Brauchtum bin hin zu Kinder und Jugend, Soziales und Gesundheit. „Wer sich heute hier umschaut, der sieht einen Querschnitt des Krefelder Alltagslebens. In all den Vereinen und Organisationen, die in unserer Stadt tätig sind, findet jeder eine Aufgabe, die zu seinen Interessen und Begabungen passt – die er erfüllt, die aber auch im besten Sinne ihn erfüllt. Denn das Ehrenamt ist ein Fall für echte Überzeugungstäter: Wenn wir uns unentgeltlich in unserer Freizeit engagieren, wenn wir die Stunden nicht zählen und sogar spontan einspringen, falls mal Not am Mann ist, wenn wir dieses Engagement über Jahre und Jahrzehnte hinweg konsequent durchhalten, dann tun wir all das, weil wir fest an eine Sache glauben.“ Darin liege allerdings auch die Gefahr, die ehrenamtlich tätigen Menschen zu stark zu beanspruchen und ihnen zu hohe Erwartungen aufzubürden: „Wer so hilft, wie Sie es tun, der hat häufig ein großes Herz – doch gerade dann sollte man auf sich aufpassen und den Moment erkennen, wenn alles ein bisschen viel wird.“

Die Ehrenamtskarte, die am 1. März 2017 in Krefeld eingeführt wurde, bezeichnete Oberbürgermeister Frank Meyer als „kleinen Baustein“, um das Ehrenamt ausreichend zu würdigen. Denn Inhaber/innen der Karte bekommen in ganz NRW rund 4000 Vergünstigungen für Kultur, Sport und Freizeit, aber auch in Bereichen wie Gastronomie, Fitness, Weiterbildung und sogar bei Versicherungsverträgen. In Krefeld beteiligen sich unter anderem der Zoo, die Bäder, das Theater, die Museen, die Kufa, der Jazzkeller und die Krefeld Pinguine an der Aktion. Beantragen kann man die Karte beim Freiwilligenzentrum am Westwall. Dessen Koordinator Hans-Dieter Schreer verwies in seiner Rede ebenfalls auf die Bedeutung des Ehrenamtes. Heinz-Gerd Stroecks, Repräsentant Ehrenamt der Sparda-Bank, rief dazu auf, das Engagement in Sachen Ehrenamt auch künftig zu pflegen und weiter auszubauen.

Hier finden die Rede des Oberbürgermeisters im Wortlaut:
Rede des Oberbürgermeisters Frank Meyer am 12.10.2017 (pdf)

Weitere Bilder vom Empfang für Ehrenamtliche der Stadt Krefeld:

Bilder vom Empfang für Ehrenamtliche in Krefeld Bilder vom Empfang für Ehrenamtliche in Krefeld

Krefeld belohnt bürgerschaftliches Engagement

Ministerin Christina Kampmann und Oberbürgermeister Frank Meyer
Ministerin Christina Kampmann und Oberbürgermeister Frank Meyer

Mit einer Feierstunde im Ratssaal am 1. März 2017 hat die Stadt Krefeld die Ehrenamtskarte eingeführt, mit der freiwilligen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement gedankt wird. Familienministerin Christina Kampmann und Oberbürgermeister Frank Meyer unterzeichneten die Vereinbarung und gaben die ersten drei Karten an engagierte Ehrenamtliche aus. Krefeld ist die 214. Kommune in NRW, die die Ehrenamtskarte anbietet.

Die Inhaberinnen und Inhaber der Ehrenamtskarte erhalten landesweit rund 3.800 Vergünstigungen, wie zum Beispiel vergünstigten Eintritt in Schwimmbädern, Museen oder zu Kulturveranstaltungen. Die Ehrenamtskarte NRW wird seit 2008 zusammen mit den Kommunen umgesetzt und bislang wurden bereits mehr als 35.000 Ehrenamtskarten ausgegeben.

Ministerin Kampmann unterstrich die Bedeutung der Ehrenamtskarte: »Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, verdienen Anerkennung und Wertschätzung. Gemeinsam mit den Kommunen wollen wir den Freiwilligen in unserem Land etwas zurückgeben. Die Ehrenamtskarte ist ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für alle, die sich mit großem Engagement ehrenamtlich für ihre Mitmenschen einsetzen. Ihr bürgerschaftliches Engagement ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar, es baut Brücken. Das zu würdigen und anzuerkennen liegt mir sehr am Herzen.«

Oberbürgermeister Frank Meyer betonte: »Ohne ehrenamtliche Helfer könnte keiner der rund 220 Sportvereine in unserer Stadt existieren; ohne sie müssten Kirchen, Gemeindehäuser und Moscheen ihre Türen weitgehend schließen; ohne sie wäre unser Kulturleben – sowohl bei den städtischen Instituten als auch in der freien Szene – deutlich ärmer; ohne sie sähe es beim Umweltschutz und bei Projekten der Entwicklungshilfe ziemlich düster aus; ohne sie hätten gerade die Menschen, die am dringendsten Hilfe brauchen, weitaus weniger Chancen, Hilfe zu finden.«

Partner der Ehrenamtskarte in Krefeld sind die Sparda-Bank und das Krefelder Freiwilligenzentrum, das von der Caritas und dem Katholischen Verein für soziale Dienste (SKM) getragen wird. Krefelder Bürger und Bürgerinnen, die sich mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich in einem Verein, einer gemeinnützigen Einrichtung oder einer freien Initiative engagieren, können die Karte erhalten.

Die drei ersten Ehrenamtskarten erhielten Else Winkmann, Gabor Kiss und Annelie Plümer, die sich im Linner Seniorenclub Em Cavenn, bei Greenpeace und im Seniorenheim Dreikönigen-Haus sowie der Bahnhofsmission engagieren.

Bilder von der Übergabe der ersten Ehrenamtskarten in Krefeld:

Bilder von der Unterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Krefeld Bilder von der Unterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Krefeld Bilder von der Unterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Krefeld

Hier können Sie die Presseinformation zur feierlichen Übergabe der ersten Ehrenamtskarten in der Krefeld herunterladen: Pressemitteilung (pdf)