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Artikel aus der Westfalenpost vom 19.03.2010

Ehrenamtskarte : Kleines Dankeschön an viele freiwillige Arbeiter und Helfer
Lennestadt, 19.03.2010, Volker Eberts

Lennestadt. Sie arbeiten tausende von Stunden ohne einen Cent zu bekommen, opfern jahrelang ihre Freizeit für andere und werden dafür zum Teil noch belächelt: ehrenamliche Mitarbeiter. Mit der neuen Ehrenamtskarte will sich die öffentliche Hand bei diesen Selbstlosen bedanken.

Am Donnerstagabend übergab Bürgermeister Stefan Hundt die ersten 23 Karten im Rathaus.

Die Ehrenamtskarte erhält, wer mindestens 5 Stunden pro Woche bzw. 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich ohne Vergütung oder pauschale Aufwandsentschädigung tätig ist. "Diese Kriterien werden in vielen, vielen Vereinen erfüllt", so Bürgermeister Hundt, für den die Ehrenamtskarte für eine "wunderbare Idee" ist: "Ohne Ehrenamt geht gar nichts, deshalb haben wir bei der Unterstützung der Vereine keinen einzigen Cent gestrichen", so Hundt. Ehrenamt sei in der ländlichen Region der Kern des gesellschaftlichen Mit- und Füreinanders. "Ohne Ehrenamt gäbe es keine Naturbäder, keinen SGV, keinen Lehrbienenstand, keine Schützen -und Kulturhallen." DRK und Feuerwehr, ebenfalls ehrenamtlich organisiert, seien die Grundfundamente der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Und auch im sozialen Bereich sei das Ehrenamt unverzichtbar.

Lange überfällig
Vor diesem Hintergrund sei die Ehrenamtskarte lange überfällig gewesen. "Sie alle haben Vorbildfunktion und setzen mit Ihrem Engagement ein Zeichen für andere. Man macht das mit Herzblut und Überzeugung, auch wenn es manchmal Ärger mit sich bringt, aber das ist normal", so der Bürgermeister zu den ersten Lennestädter Karteninhabern.

Die Karteninhaber bekommen nun gegen Vorlage der Karte finanzielle Vergünstigungen bis zu 50 Prozent bei folgenden Einrichtungen: Bergbaumuseum Siciliaschacht, Wanderkartenkauf bei der Stadt, Städtischer Fahrradverleih, Elspe Festival, Kulturgemeinde, Lenne-Therme, Musikschule, Volkshochschule etc.

Anträge bei der Stadt
Die Karte gilt zunächst für 3 Jahre. Wer die obigen Kriterien erfüllt, kann die Karte bei der Stadtverwaltung beantragen. In der Regel wird sie von den Vereinen und Organisationen, in denen die Mitbürger tätig sind, beantragt. Diese müssen auch die ehrenamtliche Tätigkeit bestätigen.

Lennestadt: Erste Übergabe von Ehrenamtskarten    Lennestadt: Erste Übergabe von Ehrenamtskarten

 

Hier können Sie einen weiteren Zeitungsartikel als PDF herunterladen: Sauerlandkurier vom 24.03.2010