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Auszeichnung für engagierte Nettetaler

Übergabe der Ehrenamtskarten in Nettetal
l v. l. n. r. Metin Kirbaci, Dieter Snyders, Adnan Cakir, Bürgermeister Christian Wagner, Manfred Wintzen, Ralph Kreile
v. l. n. r. Metin Kirbaci, Dieter Snyders, Adnan Cakir, Bürgermeister Christian Wagner, Manfred Wintzen, Ralph Kreile

Zu einer Feierstunde aus Anlass der Verleihung der diesjährigen Ehrenamtskarten hatte Nettetals Bürgermeister Christian Wagner am 27. November 2013 ins Rathaus eingeladen. Bürgermeister Wagner dankte allen ehrenamtlich tätigen Nettetalern. „Unabhängig von der Dauer oder vom Stundeneinsatz sind wir dankbar für eine Ehrenamtsstruktur, die es jedem individuell ermöglicht, seinen persönlichen Beitrag zu leisten“, verdeutlichte er. Er betonte den wichtigen Stellenwert des Ehrenamtes in der Gesellschaft. Ohne die ehrenamtlichen Kräfte wären viele soziale, sportliche und kulturelle Standards nicht auf den augenblicklichen Niveaus und ließen sich auch in Zukunft nicht halten. Bürgermeister Wagner: „Die öffentliche Wertschätzung ehrenamtlicher Tätigkeit wird mehr denn je als wichtiger Aspekt der Förderung bürgerschaftlichen Engagements aufgeführt.“ Und auch deshalb wurden zum dritten Mal Ehrenamtskarten in Nettetal ausgegeben, dieses Jahr an fünf Personen:

Adnan Cakir von der türkisch-islamischen Gemeinde unterstützt Gemeindemitglieder bei konkreten Problemen, wie zum Beispiel schulischen Angelegenheiten. Er leistet unter anderem bei Familienbesuchen in Todesfällen seelsorgerische Arbeit, organisiert des Fastenbrechen im Ramadan und führt die Vereins- und Vorstandsarbeit mit Buchführung aus.

Metin Kirbaci, ebenfalls von der türkisch-islamischen Gemeinde, verrichtet Hausmeisterdienste, wie die Pflege der Außenanlagen, Streudienst und Teppichreinigung. Er bewirtet die Gäste in der Moschee, macht Botendienste, macht die Vorbereitungen zum Gebet und leistet älteren Gemeindemitgliedern Hilfestellung beim Gebet.

Dieter Snyders vom VVV Hinsbeck leitet das Dorfmuseum, führt dort die Besucher und Besuchergruppen, kümmert sich um die Instandhaltung der Ausstellungsstücke und beschafft Museumsgegenstände.

Eine Ehrenamtskarte erhielt auch Waltraud Wiegers. Sie übernimmt Diakonieaufgaben in der evangelischen Kirchengemeinde Kaldenkirchen, führt Besuchsdienste durch und engagiert sich in der Seniorenhilfe im Netzwerk Nachbarschaft. Da sie nicht persönlich anwesend sein konnte, nahm stellvertretend Manfred Wintzen, der vor zwei Jahren eine Ehrenamtskarte erhalten hat, die Auszeichnung entgegen.

Ralph Kreile leitet die Tennisabteilung beim TV Lobberich. Er hat bei der Fusion der Vereine Grün-Weiß Lobberich und TV Lobberich mitgewirkt und kümmert sich um die Modernisierung und Instandhaltung der vereinseigenen Tennisanlage.


Das besondere Ehrenamt

Bürgermeister Christian Wagner (Vierter von rechts) verlieh die Ehrenamtskarte an Nettetaler Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderem Maße für ihre Mitmenschen eingesetzt haben.
Bürgermeister Christian Wagner (mitte) verlieh die Ehrenamtskarte an Nettetaler Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderem Maße für ihre Mitmenschen eingesetzt haben.

Nettetal. Am Dienstagabend zeichnete Nettetals Bürgermeister Christian Wagner sieben Bürgerinnen und Bürger Nettetals mit der Ehrenamtskarte des Landes Nordrhein-Westfalen aus. "Anerkennung wird hier groß geschrieben", sagte Wagner.

In seiner Rede betonte der Bürgermeister, dass die Stadt ohne das Ehrenamt ein anderes Gesicht hätte: "Es wäre ärmer und kälter hier in Nettetal." Das Ehrenamt trage dazu bei, dass man sich in Nettetal zu Hause fühlen könne. "Ehrenamt heißt Lebendigkeit", sagte Wagner. Voraussetzung für die Auszeichnung war ein dauerhaftes, kontinuierliches und überdurchschnittliches Engagement im Ehrenamt.

Die Ehrenamtskarte ist nicht bloß eine Auszeichnung. Drei Jahre lang können die Geehrten verschiedene Vergünstigungen in Nordrhein-Westfalen nutzen. Einrichtungen, die das Projekt unterstützen, tragen einen entsprechenden Hinweis. Das können Museen, Bibliotheken, Theater, Schwimmbäder, Volkshochschulen und Parks genauso sein wie Einzelhändler, Apotheken, Kinos, Sportstätten oder Hotels.

Manfred Wintzen (evanglisehe Kirche Kaldenkirchen). Rainer Lutz (Sportlreunde Leuth). Margret Tüffers (TV Lobberich) Annemarie Boesen (DRK Nettetal), Annemarie Stolzenberg (katholische Pfarrgemeinde Kaldenkirehen), Marianne Stammel (Curanum Breyell) und Ursula Höfert (Curanum Breyell und Lambertusschule) erhielten die Karte aus den Händen des Bürgermeisters. Wagner stellte jeden Preisträger den rund 80 Zuschauern vor. "Sie alle haben ihre Persönlichkeit in das Ehrenamt eingebracht. Herzlichen Dank dafür", schloss Wagner seine Rede.

Unterbrochen wurde er nur vom sehr angenehmen Vortrag des Werner-Jaeger-Orchesters unter der Leitung von Albertino Monod. Und der Bürgermeister zauberte noch eine Überraschung aus dem Ärmel. Bevor das Werner-Jaeger-Orchester zu den Schlussakkorden ansetzte, verwandelte Zauberer Schmitz-Backes den Ratssaal in einen "Hexenkessel". Mit seinen Tricks begeisterte er das Publikum, ernannte Ehrenamtier Manfred Wintzen kurzerhand zum "Copperfield des Niederrheins" und ließ Margret Tüffers an den Papier-Zaubertricks lebhaft teilhaben. Verblüffend seine Kunststücke mit den chinesischen Ringen, Blumensträuße für die Geehrten, Zauberwelten, Harmonie der Klänge - wenn das kein Grund ist, sich für das Ehrenamt berufen zu fühlen.

Pressemeldungen zur Übergabe der ersten Ehrenamtskarten in Nettetal:

Artikel aus den Grenzland-Nachrichten vom 15.12.2011 zur Einführung der Ehrenamtskarte in Nettetal
Artikel aus dem Report Nettetal zur Einführung der Ehrenamtskarte in Nettetal
Artikel aus der Rheinischen Post vom 15.12.2011 zur Einführung der Ehrenamtskarte in Nettetal



Ab Dezember gibt es die Karte auch in Nettetal

links Bürgermeister Wagner, Mitte Boss, rechts Michael Theven
links Bürgermeister Wagner, Mitte Boss, rechts Michael Theven
vorn Catrin Boss und Bürgermeister Christian Wagner, hinten v. l. Michael Theven und Beigeordneter Armin Schönfelder

Die Stadt Nettetal führt noch in diesem Jahr die Ehrenamtskarte ein, mit der die Kommune und das Land Nordrhein-Westfalen verdienten Bürgerinnen und Bürgern danken möchten. Die entsprechende Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte unterzeichneten am 23. September 2011 Bürgermeister Christian Wagner und Catrin Boss vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW.

Demnach erhalten jährlich ausgewählte verdiente Ehrenamtliche eine Karte, mit der sie in Nettetal und auch landesweit Vergünstigungen erhalten. "Es geht darum Engagement zu ehren, nicht zu bezahlen", erklärte Wagner. Die Karte soll im Dezember d.J. zunächst an drei ausgewählte ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger verliehen werden und ist für drei Jahre gültig. Voraussetzungen zum Erhalt dieser Karte sind eine mind. fünfstündige ehrenamtliche Tätigkeit in der Woche bzw. 250 Stunden im Jahr und diese Tätigkeit muss auch seit mind. drei Jahren ausgeübt werden.

Entsprechende Anträge können von nun an in der Verwaltung eingereicht werden. In der ersten Runde wird die Karte nur an drei Ehrenamtliche verliehen, wobei sich die Zahl in den kommenden Jahren noch deutlich erhöhen kann. "Wir entscheiden nach objektiven Gesichtspunkten, um die richtigen Leute auszuwählen", sagte Michael Theven vom Fachbereich Senioren, Wohnen und Soziales der Stadt.

14 Nettetaler Vereine, Geschäfte, Schwimmbad, die Nettevital GmbH, die Bücherei und mehr gewähren den Karteninhabern und -inhaberinnen vergünstigten Eintritt, Führungen oder kostenfreie Mitgliedschaften. Der Kreis der Vergünstigungsgeber soll sich noch erweitern.

Artikel aus der Rheinischen Post vom 24.09.2011 zur Unterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Nettetal:

Artikel aus der Rheinischen Post vom 24.09.2011 zur Unterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Nettetal