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"Das Ehrenamt hat Zukunft"

33 ehrenamtliche Tätige in verschiedenen Vereinen, Verbänden und Institutionen in Recke sind die ersten Inhaber der Ehrenamtskarte in der Gemeinde Recke.
33 ehrenamtliche Tätige in verschiedenen Vereinen, Verbänden und Institutionen in Recke sind die ersten Inhaber der Ehrenamtskarte in der Gemeinde Recke. Dietlind Ellerich

Recke. Sie sind die ersten, die als Anerkennung für ihren ehrenamtlichen Einsatz die Ehrenamtskarte der Gemeinde Recke bekommen. 33 Frauen und Männer, die sich in Verbänden und Vereinen unentgeltlich engagieren. Erfreulich sei, dass so viele junge Menschen dabei seien, stellte Eckhard Kellermeier in der kleinen Feierstunde am 02.02.2012 im Rathaus fest.

„Das zeigt, dass Ehrenamt nichts Altmodisches, Antiquarisches ist“, sagte der Bürgermeister. Er hoffe, dass „das Ehrenamt Zukunft hat“, da der Staat gerade in Zeiten knapper Kassen nicht leisten könne, „was Sie für uns tun“, wandte er sich an die Helfer, die in DRK-Ortsvereinen, in der CAJ, der DLRG, der Hospizbewegung St. Raphael, im Kulturverein, im Heimatverein und in der katholischen Kirchengemeinde St. Dionysius aktiv sind.

Kellermeier grüßte auch diejenigen, die nicht ganz so intensiv tätig seien, aber auch einen wichtigen Beitrag leisteten sowie diejenigen, die berechtigt seien, die Karte aber nicht beantragt hätten und schließlich an diejenigen, die nicht persönlich anwesend waren.

Die Ehrenamtskarte ist eine landesweite Anerkennung ehrenamtlichen Engagements und ermöglicht ihren Inhabern Vergünstigungen in privaten und öffentlichen Einrichtungen. So gibt es bei Recker Dienstleistern und Einzelhändlern Rabatte, bei Banken besondere Angebote. Auch die Gemeindeverwaltung ist mit im Boot und lädt zu ermäßigtem Eintritt ins Hallenbad.

Alle, die mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden pro Jahr ehrenamtlich tätig sind und nachweislich keine Vergütung oder Aufwandsentschädigung bekommen, können die in Recke zwei Jahre gültige Karte beantragen. Ein erneuter Antrag nach zwei Jahren sei möglich, sagte Eckhard Kellermeier und lud zum Wiedersehen in 2014 ein.

„Was wäre die Gemeinde ohne Ehrenamt“, fragte Jürgen Visse, Vorsitzender des Schul-, Kultur-, Sozial-, Jugend-, Sport- und Seniorenausschusses das Engagement der Ehrenamtlichen. „Vieles würde fehlen“, antwortete er im Hinblick auf „das eng gewobene Netz in vielen Bereichen“.

Er freue sich, all denen, die oft im Stillen tätig seien, einmal öffentlich Dank sagen zu können, und hoffe, dass sich die Karte zu einem Gütesiegel entwickeln werde und ein Ansporn für andere sei.

Schließlich helfe das Ehrenamt nicht nur dem, der davon profitiere, es bereichere auch das Leben derer, die es ausüben, und sei für die Gesellschaft von großem Wert, ist Visse überzeugt. „Wir brauchen Menschen wie Sie ganz dringend“, wandte er sich an die frisch gebackenen Inhaber der Ehrenamtskarte, aber auch an potenzielle Nachahmer.

Kellermeier und Visse dankten auch den zwölf Kooperationspartnern, die den Inhabern der Ehrenamtskarte Ermäßigungen auf ihre Dienstleistungen und Produkte gewähren, sowie der Bigband der Fürstenberg-Schule Recke unter der Leitung von Hans-Joachim Bachmann, die die Feier musikalisch begleitete.

Die erste Ehrenamtskarte der Gemeinde Recke erhielten: Christine Friedrich, Ursula Prinz, Gregor Dumpf, Birgit Dumpf und Anja Dumpf (DRK Recke), Manuela Meiners (DRK Steinbeck), Dr. Meinolf Peters (Kulturverein), Tobias Kortemeier, Sebastian Büscher, Mareike Wiemeler, Marven Esselmann, Matthias Büscher, Jens Oelgemöller, Sebastian Johanning, Nadine Greskamp und Rene Garfrecker (CAJ Steinbeck). Ferner erhielten die Ehrenamtskarte: Rita Volkmer, Stephanie Dirksmeyer, Heinrich Audick, Reinmund Kemmerling, Georg Katzmarzik, Ewald Bode, Hubert Kortemeyer, Ewald Geers, Helmut Blom, Friedrich Kötting, Heinrich Büscher, Linus Stüve (Heimatverein), Ole Stecker-Schürmann und Hendrik Tietmeyer (DLRG), Monika Lindemann und Kornelia Hövelmann (Hospizbewegung St. Raphael) sowie Ulrike Nieland (St. Dionysius Recke).

 

Pressemeldungen zur Übergabe der ersten Ehrenamtskarten in Recke:




Unterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Recke

Unterzeichnung der Vereinbahrung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Recken

Am 15.11.2011 setzten Bürgermeister Eckhard Kellermeier und Catrin Boss aus dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, ihre Unterschrift unter die Vereinbarung zurEinführung der Ehrenamtskarte in der Gemeinde Recke. Es sei ein bisschen schwer gewesen, die Sache in Bewegung zu bringen, sagte Kellermeier, die Gemeinde habe ein paar Mal dafür geworben. „Aber wir wollten, wenn wir beginnen, auch gewährleisten können, dass vor Ort schon ein paar Vergünstigungen damit verbunden sind. “Inzwischen hat die Gemeinde zwölf Mitstreiter gefunden (vor allem Recker Geschäfte und Geldinstitute), die bereit sind, Vergünstigungen für Inhaber der Ehrenamtskarte anzubieten. Gleichzeitig gebe es auch schon Bewerbungen um die Karte. Voraussichtlich im Januar will die Gemeinde zur Ausgabe der ersten Ehrenamtskarten einladen.

Bürgermeister Kellermeier verhehlte nicht, dass es „für uns als Kommune im Nothaushaltsrecht ein bisschen schwierig“ sei. Aber die Gemeinde wolle das Engagement Ehrenamtlicher würdigen. „Wir haben hier eine ziemlich breite Struktur ehrenamtlicher Arbeit in der Gemeinde.“ Und in diesen Zeiten werde es immer wichtiger, das verschiedene Aufgaben von Ehrenamtlichen übernommen werden. Wertschätzung und praktischen geldwerten Vorteil solle die Karte ihren Inhabern bringen, ein „Dank im Scheckkartenformat“ sein. Bislang gebe es die Karte in 125 Kommunen in Nordrhein-Westfalen, 13500 Karten wurden bereits ausgegeben. Im Kreis Steinfurt seien acht Kommunen mit im Boot. Die Gemeinden Recke und Nordwalde sind jetzt hinzugekommen. Über 2000 Angebote landesweit seien mit der Ehrenamtskarte verbunden.

„Das können Rabatte sein, meist zwischen 10 und 30 Prozent. Der Klassiker ist: zwei Karten zum Preis von einer“, so Catrin Boss. Aber auch eine Wanderung mit dem Bürgermeister könne ein Angebot sein. Der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt. Eine Nutzerbefragung habe übrigens ergeben, dass 90 Prozent der Inhaber mit der Karte zufrieden seien. Die meisten nutzten sie an ihrem Wohnort oder in Nachbarorten. Die Häufigkeit der Nutzung sei überschaubar, so Catrin Boss. Sechs Prozent nutzten ihre Karte öfter als drei Mal im Monat, 65 Prozent weniger als ein Mal im Monat. „Das sind also keine Schnäppchenjäger.“ Und die Bereitschaft zur Gewährung von Vergünstigungen könne vielleicht der Hinweis fördern, dass 50 Prozent der Nutzer nicht allein verbilligt ins Schwimmbad oder in die Eisdiele gehe, sondern in Begleitung eines Vollzahlers, sagte Catrin Boss.

 

Presseartikel zur Unterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Recke:

Presseartikel zurUnterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Recke