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Empfang zur Erstausgabe der Ehrenamtskarte NRW in Recklinghausen

Ehrenamtliche bei der Übergabe der ersten Ehrenamtskarten in Recklinghausen.
Ehrenamtliche bei der Übergabe der ersten Ehrenamtskarten in Recklinghausen.

Bürgermeister Christoph Tesche hat am Nachmittag des 1. April 2019 zu einem Empfang in den Ratssaal eingeladen. Der Bürgermeister wollte auch diese Gelegenheit nutzen, für die neue Ehrenamtskarte zu werben.

Seit Februar gibt es sie, und schon 83 wurden an Frauen und Männer ausgegeben, die sich seit längerem regelmäßig ehrenamtlich engagieren: in der Kirche, in der Schule, im Sportverein, im Brauchtum, in der Wohlfahrt, in Umweltverbänden, im Gesundheitswesen oder in Vereinen, die alte und junge Leute miteinander verbinden.

Es gibt viele Arten, ehrenamtliche Arbeit zu würdigen. Poetry-Slamerin Beatrice Wypchol würdigte die ehrenamtliche Arbeit mit einem Gedicht. „Du füllst keine Lücke, aber Herzen“, textete sie. Oder: „Es geht dir um die Sache, nicht um Geschäfte.“ „Für die Gesellschaft bist du das Öl in der Fritteuse.“

Bürgermeister Christoph Tesche bei der Übergabe der ersten Ehrenamtskarten.
Bürgermeister Christoph Tesche bei der Übergabe der ersten Ehrenamtskarten.

Viele waren der Einladung von Herrn Bürgermeister Tesche gerne gefolgt, und auch etliche Partner der Ehrenamtskarte waren dabei: Geschäftsleute und Vertreter von Museen, die den Ehrenamtlichen Nachlass auf bestimmte Produkte oder den Eintritt gewähren.

Das sind in Recklinghausen rund 40. Ulrike Reddemann vom Netzwerk Bürgerengagement möchte mit der Stadt um weitere Partner werben, die die ehrenamtliche Arbeit unterstützen. Wobei es vielen ehrenamtlich Tätigen nach Tesches Einschätzung nicht „um ein paar Prozente hier oder da“ geht. Die Vergünstigungen seien nur zusätzlicher Ausdruck von Wertschätzung, und die Karte stehe als Symbol für die Dankbarkeit der Stadtgesellschaft für den nimmermüden Einsatz unzähliger Frauen und Männer, die anderen ihre Zeit und ihren Einsatz opferten.


Recklinghausen führt als 250. Kommune die Ehrenamtskarte NRW ein

Bürgermeister Christoph Tesche (sitzend links) und die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt Andrea Milz (sitzend rechts) haben die Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte unterschrieben.
Bürgermeister Christoph Tesche (sitzend links) und die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt Andrea Milz (sitzend rechts) haben die Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte unterschrieben.

Am 5. September 2018 haben Bürgermeister Christoph Tesche und die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt Andrea Milz die Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Recklinghausen unterzeichnet.

„Mit der Ehrenamtskarte sollen der Dank und die Wertschätzung für die so wichtige und zeitintensive Arbeit der Ehrenamtlichen zum Ausdruck gebracht werden“, sagte Bürgermeister Christoph Tesche. „All die engagierten Bürgerinnen und Bürger setzen sich für eine bessere Gesellschaft und für das Gemeinwohl ein – und gerade weil Ehrenamt bedeutet, unentgeltlich tätig zu sein, können wir mit der Ehrenamtskarte unsere Anerkennung zeigen.“

Die Weichen hat das Land NRW mit der landesweit gültigen Ehrenamtskarte bereits gestellt. Daher wird NRW das Projekt auch in Recklinghausen unterstützen. Recklinghausen ist die 250. Kommune, in der die Ehrenamtskarte eingeführt wird. Kooperationspartner ist das Netzwerk Bürgerengagement – Freiwilligenzentrum für den Kreis Recklinghausen. Das Netzwerk bekommt die vom Land gestellte Förderung und übernimmt die Aufgaben, die die Ehrenamtskarte mit sich bringt. „Wir werden zum Beispiel die Akquise von externen Vergünstigungen, die Ausstellung der Ehrenamtskarten und das Marketing unterstützen“, erklärt Ulrike Reddemann vom Netzwerk Bürgerengagement – Freiwilligenzentrum.

„Mit der Einführung der Ehrenamtskarte haben wir Anregungen aufgegriffen, die wir von verschiedenen Seiten, zum Beispiel von der Lokalen Agenda 21 und vom Seniorenbeirat, erhalten haben“, sagt der Erste Beigeordnete Georg Möllers. „So lassen sich auch mehrere Ansätze miteinander verknüpfen – die Anerkennung der so wichtigen und vorbildlichen Arbeit der Ehrenamtlichen auf der einen Seite, die Erhöhung der Lebens- und Aufenthaltsqualität unserer Stadt auf der anderen Seite. Gleichzeitig machen wir mit der Ehrenamtskarte auf viele Angebote in Recklinghausen aufmerksam.“

Voraussichtlich im Februar 2019 können sich Ehrenamtliche beim Netzwerk bewerben.