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Stolberg: An erster Stelle steht die Anerkennung

v.l. Bürgermeister Ferdinand Gatzweiler, Andrea Hankeln<br />Foto: Stadt Stolberg
v.l. Bürgermeister Ferdinand Gatzweiler, Andrea Hankeln
Foto: Stadt Stolberg

Ab Oktober gibt es die Ehrenamtskarte auch in der Stadt Stolberg. Dass man sich als 184. durchaus wie ein Sieger fühlen kann, ist seit gestern belegt. Knapp fünf Jahre nach der landesweiten Einführung wird es die Ehrenamtskarte zukünftig auch in Stolberg geben. Das macht die Vertreter von Stadt und Land nach eigener Aussage mächtig stolz, auch wenn 183 Kommunen in Nordrhein- Westfalen schneller gewesen sind. Vor der offiziellen Einführung zum 1. Oktober wurde es deshalb feierlich im Trauzimmer der Burg. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung durch Bürgermeister Ferdinand Gatzweiler und Andrea Hankeln aus dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW wurde die Beteiligung der Kupferstadt förmlich besiegelt.

Und wenn auch die Wahl des Raumes, in dem sich schon viele Stolberger das Ja-Wort gegeben haben, auf den ersten Blick etwas erstaunte, so war sie irgendwie doch passend für diesen Anlass. Denn, so gab der Bürgermeister zu bedenken: „Wir gehen hier heute ja mit vielen Partnern eine Verbindung ein.“ Für den Anfang sind es zunächst 16 Unternehmen und Geschäfte, die sich in Stolberg an der Aktion beteiligen und dem Besitzer einer Ehrenamtskarte Rabatte gewähren. Hinzu kommen Vergünstigungen bei den Verwaltungsgebühren, im Schwimmbad, bei der Volkshochschule und in der Stadtbücherei.

Das Programm zur Veranstaltung in Stolberg
Das Programm zur Veranstaltung in Stolberg

Dass dies nun den großen „Run“ auf die Kooperationspartner auslösen wird, ist allerdings nicht anzunehmen. „Die Ehrenamtlichen sind keine Rabattjäger“, betonte Andrea Hankeln und verwies auf aktuelle Untersuchungen, die besagen, dass die bislang rund 20 000 mit einer Karte ausgestatteten Ehrenamtler ihre Karte im Durchschnitt lediglich ein- bis zweimal pro Monat einsetzen. Vielmehr als auf mögliche Preisnachlässe legten die ehrenamtlichen Helfer Wert auf die Anerkennung, die mit dem Ausstellen der Ehrenamtskarte verbunden sei, so die Referatsleiterin. In diesem Sinne machte sie auch Ferdi Gatzweiler Hoffnung, der sich kurz zuvor gewünscht hatte, „dass alleine die Tatsache, dass man im Besitz dieser Karte ist, die ehrenamtlich engagierten Menschen in Stolberg stolz machen wird“. „Ohne diese Ehrenamtler würde unsere Gesellschaft gar nicht mehr funktionieren“, erklärte Bürgermeister Gatzweiler. Auch deshalb will die Stadt zukünftig einmal im Jahr dieses Thema in den Blickpunkt rücken. Immer am 5. Dezember, dem internationalen Tag des Ehrenamtes, soll es eine Veranstaltung geben. „Um unseren Dank zum Ausdruck zu bringen, aber auch, um das Modell weiterzuentwickeln und neue Ehrenamtler zu gewinnen“, wie der Seniorenbeauftragte Paul Schäfermeier ankündigt.

Für den Vorsitzenden des Seniorenbeirates, Hans-Josef Wellmann, hatte Andrea Hankeln auf der Burg ein besonders großes Kompliment reserviert: „Sie sind ein Ehrenamtler, der sich für Ehrenamtler einsetzt. Damit sind Sie ein großes Vorbild.“ Dem sollen, so hofft auch Hans-Josef Wellmann, möglichst viele Stolberger folgen, denn: „In unserer alternden Gesellschaft werden Ehrenamtler immer mehr gebraucht. Wenn wir die Menschen davon nicht überzeugen können, ist unser soziales Miteinander ernsthaft gefährdet.“

Bilder von der feierlichen Veranstaltung in Stolberg:

Bilder von der feierlichen Veranstaltung in Stolberg Bilder

Presseartikel zur Unterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Stolberg:

Presseartikel zur Unterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Stolberg Presseartikel zur Unterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Stolberg