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Einführung der Ehrenamtskarte ein Dankeschön

Einführung der Ehrenamtskarte in Wermelskirchen

"Für einen Ehrenamtler ist es unbedingt nötig, dass er Anerkennung bekommt", ist Hans-Erwin Hermann überzeugt. Deshalb setzt der Vorsitzende der Freiwilligenbörse seit zwei Jahren auf die Einführung der Ehrenamtskarte in Wermelskirchen, die es zurzeit bereits in 126 nordrhein-westfälischen Kommunen gibt. Darunter sind Nachbarstädte wie Kürten, Leichlingen oder Leverkusen. In Remscheid beschloss der Stadtrat gestern Abend, die Ehrenamtskarte einzuführen. Die Ehrenamtskarte bringt für den Besitzer geldwerte Vorteile. Geschäfte gewähren Rabatte, reduzierte Eintritte bei Veranstaltungen oder in Einrichtungen und vieles mehr.

Das ist in Wermelskirchen aber noch Zukunftsmusik. Die Stadt hat zwar mit dem Landesfamilienministerium eine Vereinbarung über die Einführung getroffen und in der jüngsten Ratssitzung reduzierte Gebühren für Quellenbad und Stadtbücherei für Ehrenamtskartenbesitzer beschlossen, aber die organisatorische Umsetzung liegt in der Hand der Freiwilligenbörse. Nur Dank der Kooperation mit der Börse und Wermelskirchen Marketing WiW sei die Einführung der Karte machbar, sagte Bürgermeister Eric Weik gestern bei der Vorstellung der Ehrenamtskarte.

Dabei sieht WiW seinen Part vor allem in der Unterrichtung seiner Mitglieder. Diese wolle man über die Karte informieren und für die Gewährung von Vorteilen werben, sagte Citymanager Maximilian Fresen. Die Hauptlast liegt somit bei der Freiwilligenbörse. Sie ist der Ansprechpartner nicht nur für Ehrenamtler, die gerne eine Karte ausgestellt bekommen möchten, sondern auch für die Firmen, Einrichtungen und Organisationen, die in irgendeiner Form Vergünstigungen gewähren möchten. Für Hans-Erwin Hermann ist die Ehrenamtskarte nicht nur eine Belohnung für Menschen, die sich unentgeltlich für die Gemeinschaft engagieren. Er sieht sie für Unternehmen und Organisationen durchaus auch als Instrument der Kundenbindung. "Dadurch wird Kaufkraft vor Ort gehalten", unterstreicht der Vorsitzende der Freiwilligenbörse. Freilich gilt die Ehrenamtskarte in allen 126 Kommunen, die mitmachen. Die Voraussetzungen für die Ausstellung der Ehrenamtskarte: - mindestens fünf Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Woche seit mehr als einem Jahr - die Arbeit muss ohne Aufwandsentschädigung geleistet werden. "Darunter fallen aber nicht Fahrkosten", erklärt Hermann.

Die Karte bleibt drei Jahre gültig. Anträge für die Ausstellung der Ehrenamtskarte können im Bürgerbüro des Rathauses abgeholt oder von der Homepage der Stadt (www.wermelskirchen.de) heruntergeladen werden. Nähere Informationen über die Ehrenamtskarte und die Modalitäten erhalten Interessenten bei Hans-Erwin Hermann (Telefon: 02196/2363 oder 0177/4292932 E-Mail: info@ehrenamt-wk.de) oder im Internet unter www.ehrensache.nrw.de.